Wie ist Frieden möglich?
Ich lade alle am Freitag ein, ein psychologisches Gespräch zu versuchen über die Frage wie die psychologischen Erkenntnisse dazu beitragen können, sicher zu werden, dass Menschen friedlich zusammenleben können ohne Krieg.
Die meisten sind bereit viele Artikel zu lesen und Podcasts zu hören, in denen eine Analyse gemacht wird oder Mutmassungen angestellt werden, welche mächtigen Kräfte oder Menschen sich wie falsch benommen haben. Und bleiben oft in der Stimmung, ohnmächtig zu sein oder gegen das Böse vorgehen zu müssen, dem Schicksal ausgeliefert zu sein oder Ängste vor dem baldigen Weltende aufbauen zu müssen und füllen unser Denken, Fühlen und Handeln damit aus.
Wir schwächen uns damit und nehmen uns der psychologisch viel naheliegenderen, aber viel unbekannteren Sache nicht an, wie wir den Menschen besser verstehen können, so dass wir Konflikte lösen können auch mit Menschen, die heftig oder eingefahren sind, wie wir einen sogenannten Gegner mit einer anderen Meinung ansprechen können und wie und ob wir erklären können, warum es ein friedliches Zusammenleben geben kann und Krieg nicht nötig ist. Und uns oft nicht einmal einfällt, aufs weitverbreitete menschliche Gefühl einzugehen, dass junge Menschen getötet werden, sondern sind eingeengt auf macht-politische Argumentationen. Wir glauben alle sehr schnell, beweisen zu müssen, dass der andere Kriegsteilnehmer eigentlich gar nichts Schlimmes machen, sondern sich nur verteidigt – was alle sagen, denn das muss man laut Völkerrecht spätestens seit 1927 mit dem Rapallo-Vertrag sagen und erklärt sich damit zum guten Kriegsbeteiligten gegenüber dem anderen bösen, der das allerdings auch behauptet.
Wir sprechen also an diesem Abend über die Annäherungen an den Menschen, was uns dazu führen kann, dem Menschen innerlich näher zu kommen, ihn und uns im Gefühl zu erreichen und nicht über die Frage, wer wie Böse gehandelt hat und irgendeiner Kriegspropaganda folgen, warum einer Krieg machen muss.