Wir fragen uns an diesem Abend, welche Gefühlsvoraussetzungen für ein friedliches Zusammenleben wichtig sind.
Wir fragen uns an diesem Abend, welche Gefühlsvoraussetzungen für ein friedliches Zusammenleben wichtig sind.
Wir besprechen, wie stark bei jedem ein Mitgefühl entsteht bei einem Bericht, dass die einen in einem Krieg vorrücken und die anderen zurückgedrängt werden. Glauben wir sofort, uns auf eine Seite stellen zu müssen und glauben wir mit allerlei Begründungen, diese hätte ein Recht zu schiessen oder sich mit Gewalt zu verteidigen?
Oder denken wir zuerst daran, dass Menschen wie wir aufeinander schiessen, die das ausserhalb des Kriegesnie von sich aus machen würden und dabei tagtäglich sterben, zu Krüppeln werden, frieren, sich vom Tod bedroht fühlen, vor Angst zittern und in die Hose machen, von Drohnen ständig bedroht sind und andere bedrohen? Menschen, die eine Familie haben und Freunde und gerne leben? Menschen, die das gemeinsame Leben aufbauen könnten und stattdessen helfen, alles Aufgebaute zu zertrümmern.
Oder ist die Verwirrung so gross, dass wir die Kriege von Grossmächten gegen andere Grossmächte oder Kriege von machtgierigen Potentaten oder Warlords um Land, Rohstoffe, Macht oder um abstrakte, über den Menschen stehende Werte wie Rasse, Nation, Zivilisation, Natur, Menschenrechte, Zukunft gedanklich richtig finden und emotional zustimmen? Streiten wir lieber darum, was völkerrechtlich oder sonstwie erlaubt und berechtigt ist und was nicht – oder sind wir uns sicher, dass keiner der betroffenen Menschen solchen Bedrohungen ders Krieges ausgesetzt werden darf? Wissen wir, dass alle Konflikte eine Geschichte haben, die verstanden werden kann und muss, so dass eine Lösung gefunden werden kann, wenn man die Beteiligten zusammenrbingt? Können wir uns bei einem Kriegsgeschehen emotional genauso berechtigt entsetzen, wie Menschen getötet und verstümmelt werden im Krieg , wie bei dem unsäglichen fahrlässig hervorgebrachten Brand in einem Club?
Jedes Leben muss geschützt werden. Deshalb darf es keinen Krieg geben und muss es nicht geben. Denn jeder Krieg kann verhindert werden, wenn sich Menschen verständigen können und dafür braucht es oft Hilfe von nicht involvierten Personen, die ein grosses Interesse für die Lösung von schwierigen Situationen über ihr eigenes kleingehaltenes Dasein hinaus aufbringen können, sich psychologisches Wissen aneignen, die Motivation auch für Fehlverhalten verstehen wollen, ein passendes Menschenbild leben, Freude am Erkennen anderer Denk- und Fühlweisen aufbringen und sich dafür mutig und initiativ organisieren.