Freitag, 15. März 2024

3. Friedensgespräch

Verein für Soziale Bildung

Liebe psychologisch Interessierte

Wir stellen uns die psychologische Frage, wie es dazu kommt, dass wir im Allgemeinen so anfällig für Machtanmassungen und sogar Kriegsbegeisterung sind. Obwohl jeder weiss, dass sich im Krieg immer viele verführte oder bezwungene Menschen sich gegenseitig töten und Not und Leid in unzählige Familien bringt und die kulturelle, die soziale und die wirtschaftliche Entwicklung auf Jahrzehnte hinaus verhindert oder sehr stark einschränkt.

Welche unbewussten Überzeugungen werden in der üblichen Erziehung in unserer Kultur gelegt, dass wir dem Argument bewusst oder unbewusst schnell folgen, dass es Situationen im Leben gibt, bei der nur noch Gewalt hilft nach dem Motto: Und bist Du nicht willig, dann brauche ich Gewalt? (Erlkönig von Goethe)

Immer wieder gibt es in unseren Breitengraden Menschen und Gruppen, die sich damit beschäftigten, wie die Geissel Krieg überwunden werden kann. 

  • 1337 -1339 Amrogio Lorenzetti stellte in einem Freskenzyklus dar, wie sich ein Land bei einer guten Regierung positiv entwickelt und wie eine schlechte Regierung das Land zerstört. Die schlechten Regierung wird von einem schwarz gekleideten, bösen Mann mit Hörnern (wie der Teufel) dargestellt, der die Grausamkeit, Zwietracht, Krieg, Betrug, Zorn und Tyrannei darstellt. Die gute Regierung wird von Gerechtigkeit, Mässigung, Klugheit, Stärke und Frieden sowie den theologischen Tugenden Nächstenliebe, Glaube und Hoffnung umgeben.
  • 1648: Ergebnis des Westfälischen Friedens nach dem 30-jährigen Krieg: Das Ergebnis war, dass sich alle verpflichteten, wenigstens den Krieg anzukündigen und zu begründen
  • 1863 Gründung des Internationalen Komitees des Roten Kreuzes, was Menschlichkeit in kleinen Bereichen bewahren sollte: Dass die Verletzten im Krieg geschützt werden, was den Krieg ein bisschen weniger grausam machen soll: 1871 wurden im deutschfranzösischen Krieg 83000 französische Soldaten verpflegt. Verschiedene Konventionen entstanden bis hin zu den Genfer Konventionen 1949 und 1977, zu deren Einhaltung sich alle Staaten verpflichtet haben so dass die Zivilbevölkerung, das medizinische Personal geschützt ist und die Verletzten, Kranken und Gefangenen menschlich gut behandelt werden müssen. Zudem dürfen Kulturgüter, Dämme, Deiche Kernkraftwerke, Nahrungsmittellager, landwirtschaftliche Gebiete, Trinkwasserversorgung; Bewässerungsanlagen nicht zerstört werden. 
  • 1864: Genfer Konvention, in der der korrekte Umgang mit Gefangenen festgelegt ist.
  • 1875 Brüsseler Konferenz auf Anregung von Zar Alexander II
  • Zar Nikolaus II gab den Anstoss für die Haager Abkommen 1899 und 1907 unterstützt von der Friedensbewegung um Bertha von Suttner
  • Briand Kellog Pakt 1928: Angriffskriege wurden international verboten, der Krieg als Mittel der nationalen Politik geächtet und die friedliche Lösung von Konflikten zur Norm erklärt und nur Verteidigungskriege erlaubt waren. Auch wenn eine Strafbarkeit nicht ausdrücklich festgelegt wurde, diente der Vertrag als Grundlage zur juristischen Verurteilung von Deutschland und Japan nach dem 2. Weltkrieg.
  • 1945 wurde die Uno Charta verabschiedet, durch die ein allgemeines Gewaltverbot in internationalen Beziehungen eingeführt wurde. Das Recht auf Selbstverteidigung bei einem bewaffneten Angriff blieb erlaubt, bis der Sicherheitsrat der Uno, der von den 5 Grossmächten bestimmt ist, Massnahmen verfügt. Um nicht dagegen zu verstossen, werden Kriege stattdessen oft als Vorwärtsverteidigung, Aktionen, bewaffneter Konflikt, (humanitäre) Interventionen, Intervention zum Schutz der Zivilbevölkerung, robuster Einsatz, militärische (Spezial)-Operation, 
3. Friedensgespräch
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