Freitag, 09. August 2024

8. Friedensgespräch

Verein für Soziale Bildung

Wie kommt es zur Unterstützung von Krieg, auch wenn man den Frieden anstrebt:

Beispiel: Die Grünen, 1980 gegründet mit einem Grundpfeiler ihrer Partei, eine pazifistische Partei zu sein. Antje Vollmer Bundestagsvizepräsidentin der Grünen sagte 2022 kurz vor ihrem Tod: «Alles, wofür wir uns bei der Gründung eingesetzt haben, haben wir afugegeben. Ich erkenne meine Partei nicht mehr»

2024 sind es die Grünen, bei denen die Forderung nach Kriegswaffen gegen Russlang am höchsten ist?

1999 unterstützten sie als Regierungsbeteiligte bereits den ersten Krieg in Europa gegen Serbien.

Was macht den Wandel aus? Warum konnte der grüne Aussenminister zu den grünen Parlaments-Abgeordneten sagen: «Ihr könnt unter euch ausmachen, wer sich gegen den humanitären Einsatz in Serbien zur Rettung vor dem Faschismus ausspricht: «Es dürfen einfach nicht mehr als 22 Bundestagsabgeordnete sein. Wer ausschert, wird das nächste Mal nicht mehr aufgestellt.» Warum glaubten ihm die grünen Delegierten auf dem Parteitag nach 2 Stunden eindringlichem Erklären das Märchen von einem KZ in Belgrad? Warum lasen sie nicht, dass die geschwächte Nato gerade 1999 ein neues Konzept zu ihrer Legitimierung aufstellte, in dem «robuste Einsätze» angekündigt wurden? Und sahen nicht, dass die deutsche Bundeswehr von Verteidigungsminister Scharping gerade gegen inneren Widerstand von einer Verteidigungs- zu einer Angriffsarmee umgebaut worden war?

Folgende Fragen stellen sich:

  • Was macht die Ausrichtung auf eine autoritäre Person aus, die so weit gehen, dass man jahrzehntelang gut durchdachte Überzeugungen innerhalb kürzester Zeit nicht mehr ernst nimmt?
  • Wie kommt es, dass viele (oder alle?) schnell glauben, ihre eigenen Gefühle und ihre eigene Meinung ganz schnell zurückstellen zu müssen, wenn sich ein Mensch wie alle anderen eine Königskrone auf den Kopf gesetzt hat oder gesetzt bekommen hat? 
  • Warum bewundern wir Menschen, die sich mit allen Mitteln über andere hinweg durchzusetzen versuchen, die autoritär auftreten und andere entwerten? Warum schwinden fast allen die Sinne und ein klares Denken?
  • Wie kommt es, dass wir meist so erzogen sind, dass wir bei einer anderen Meinung glauben, heftig werden zu müssen, also den anderen sofort als Feind ansehen? 
  • Warum bekommen viele Angst und passen sich ganz schnell an und fühlen sich gerettet, wenn sie mithelfen, gegen die sogenannten Störenfriede vorgehen zu können? 
  • Warum bedeutet einem die eigene Meinung und die eigenen Empfindungen so wenig und man ist froh, wenn man nicht auffällt? 
  • Wie kann ein freies Denken und Fühlen in unserer Kultur möglich werden durch eine Erziehung, in der das kooperative Empfinden, Denken und Handeln ausgebaut wird, durch die die Anfälligkeit für Gewaltbereitschaft und Krieg verhindert wird und es zu einer Entwicklung zum friedlichen Zusammenleben gibt?
8. Friedensgespräch
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