Samstag, 26. September 2026

«Ein fast perfekter Antrag»

VSB

Liebe Filmliebhaber

Wir laden Sie und Euch ein, am Samstag, 26. September 2026 um 19.15 Uhr den 100 Minuten dauernden deutschen Spielfilm «Ein fast perfekter Antrag» aus dem Jahr 2026 in Dübendorf, Im Schossacher 17, 3. Stock, privat anzuschauen und danach gemeinsam zu besprechen.

Das Drehbuch stammt von Richard Kropf, Regie führte Marc Rothemund.

Um 17.30 essen diejenigen zusammen, die gerne Freundschaften aufbauen und pflegen wollen. Wer bei der Vorbereitung des Essens helfen will, kann gerne ab 16.00 Uhr mithelfen. Wir freuen uns auf einen gemütlichen und bereichernden Filmabend!

Für alle, die nicht kommen können, können sich diesen interessanten Film auch zu Hause anschauen. Marcel Hediger kann sagen, wie man ihn findet.

Ab 21.00 Uhr können wir – auch über zoom – den Film besprechen.

Wir freuen uns über jeden, der kommen kann und Freude am gemeinsamen Besprechen hat.

Sie können sehr gerne diese Einladung an andere Interessierte verschicken.

Kosten 20. SFr

Weitere Daten für Filmabende: Immer am letzten Samstag des Monats (ausser Juli und Dezember) – zum Eintragen in die Agenda – 31. Oktober, 28. November, 19. Dezember 2026

Handlung:

Walter war Ingenieur, ist jetzt Rentner, häuslich und ganz unabhängig von generell geforderten Meinungen, er ist nur in Verbindung mit seiner erwachsenen Tochter in den USA, pflegt keine Bekanntschaften, ist seit 6 Jahren verwitwet, ordentlich, bewertet im Internet mit Akribie verschiedene Restaurants in Regensburg, Deutschland. Er versucht, an die kurze Jugendliebe mit Alice anzuknüpfen. Alice, Professorin für Kunstgeschichte, reiselustig, gesellig, polyglott, ist misstrauisch gegenüber der Liebe und hat in ihrem Leben schon sehr viele Männer abgewiesen. Sie befürchtet, bezwungen zu werden, ihre Freiheit zu verlieren, ausgenutzt und nicht wirklich geliebt zu werden. Beide sind in dem Sinn auf sich gestellt. Zunächst scheinen sie keine Gemeinsamkeiten zu haben.

Sie ist so abgeschreckt von der Liebe, dass sie zunächst seine Anfrage zu einem Treffen zurückweist, denn seien zu verschieden in ihrer Lebensart, bewertet ihn als Klugscheisser und seine Überzeugung, dass sie zusammenpassen würden, als anmassend und unpassend.

Sie gibt ihm jedoch gleichzeitig genaue Anhaltspunkte, was sie von einer Beziehung erwartet: Er müsse zuerst wissen wollen, wer sie sei und könne nicht einfach kommen und heiraten wollen, nur weil es von ihrer Lebenssituation heraus logisch wäre und zum gegenseitigen Vorteil. Zudem müssten sie sich gegenseitig lieben und sie wolle nicht nur dazu da sein, seine Langeweile zu beheben und seine Hemden zu bügeln. Sie wolle nicht zu Hause sitzen, sondern reisen, was er bis jetzt abgelehnt hatte und mit anderen Menschen zusammen ein freudiges Leben erleben. Sie wolle sich frei fühlen, ungebunden und ohne gesellschaftliche Zwänge.

Er nimmt ihre Anliegen sehr ernst und seine Ausdauer in der Werbung um sie macht ihr Eindruck, obwohl er sie noch nicht versteht. So geht sie trotz Bedenken gegenüber einer Bindung auf seine Einladungen zum Treffen und gemeinsamem Essen ein, obwohl sie befürchtet, dass er sie nur stalken wird und es nicht ernst meint und ihr die Freiheit nimmt, die sie auch im Velofahren dokumentiert.

Ganz entgegen ihren Vorurteilen über einen eingeengten, alten Ingenieur hat er Humor, ist hilfsbereit und zuverlässig. Es zeigt sich immer deutlicher, dass er trotz seiner scheinbaren Kleinkariertheit Gefühle aufbringen kann, indem er einem Kind spontan das kaputte Velo repariert, sich seinem Hund sehr nahe fühlt und seine Tochter vorsichtig um Hilfe fragt.

Es zeigt sich immer mehr, dass eigentlich er es ist, der sich erlaubt, sich ein eigenes Urteil zu bilden zum Beispiel darüber, dass eine junger Student besser Malerei studieren sollte als Kunstgeschichte. Es zeigt sich: Sie schätzt das ebenfalls so ein. Und so zeigen sich immer mehr Gemeinsamkeiten in ihre Weltanschauung gegenüber den Menschen.

Walter hilft damit auch diesem jungen Menschen, sich von seiner Unschlüssigkeit abzuwenden, die sich sogar darin findet, dass er sich nicht zu einem Geschlecht entscheiden kann. Er wagt es, die kalte Architektur der Universität Regensburg auch als solche zu bezeichnen und nichts zu beschönigen, auch wenn die meisten untertänig die vorherrschende Meinung übernehmen. Auch entzieht er sich dem Zwang, kunstbegeistert zu sein und reduziert die weitverbreitete magische Überhöhung auf die Realität, so dass die Zeichnungen berühmter Künstler normalisiert werden. Trotzdem freut er sich je länger je mehr an den künstlerischen versuchen, die Welt darzustellen.

Um Alice zu gewinnen, springt er über seinen Schatten und interessiert sich für ihre Themen, indem er sich als Student registrieren lässt und ihre Vorlesungen besucht. Er begeistert sich für ihre Art zu unterrichten, fühlt sich inspiriert von ihr und freut sich immer mehr daran, mit den Studenten um zugehen und schliesst sich damit mit Überzeugung ihrer reichhaltigeren Version von einem schönen Leben an. Er setzt sich auch kritisch mit ihrem Kunstverständnis auseinander und dient sich ihr nicht an. So erkennt sie immer mehr, dass er sich echt für sie interessiert.

Jeder für sich wälzt sich in der Nacht angesichts der Frage, ob sie zusammenpassen, von seiner Seite, ob er ihr genügen kann und von ihrer Seite, ob sie ein Wagnis eingehen soll, in der sie ihre Freiheit nicht verliert, aber sich doch geborgen fühlen zu können. Si beginnt ihre Vorurteile über ihn zu hinterfragen.

Die langsame Annäherung zeigt sich darin, dass sie ihre tiefsten Zweifel gegenüber der Liebe darlegt: zum Beispiel, dass er sie einfach haben will und das durchsetzen oder sie nur will, weil er sie früher nicht bekommen hatte und das an seinem Ego kratzt.

Sie vertraut ihm zudem an, dass sie nicht mehr gewollt ist, weil sie alt ist. Gleichzeitig beginnt er, sich mit der Jugend zu befreunden und daraus Freude zu entwickeln, so dass er mit ihr ein Partnerschaft aufbaut, die sich nicht nur um sie beide dreht, sondern darum, die Welt besser verstehen zu wollen und sich mit ihnen zu verbinden. Er unterstützt sie auch im beruflichen Alltag und darin, an der Universität bleiben zu können. So erlebt sie bei ihm, dass er ihre Sorgen zu teilen bereit ist und sie auch praktisch unterstützt so gut er kann. Diese Entwicklung gefällt ihr sehr und macht es ihr möglich, mit ihm zusammen auch ihren eigenen inneren Vorbehalt aufzugeben, sich mit einem anderen Menschen ganz zu verbinden.

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