Samstag, 27. Juni 2026

Madame Mallory und der Duft von Curry

VSB

Liebe Filmliebhaber

Wir laden Sie und Euch ein, am Samstag, 27. Juni 2026 um 19.00 Uhr die 122 Minuten dauernde Familienkomödie «Madame Mallory und der Duft des Curry» (Original «The Hundred-Foot Journey») aus dem Jahr 2014 in Dübendorf, Im Schossacher 17, 3. Stock, privat anzuschauen und danach gemeinsam zu besprechen.

Das Drehbuch stammt von Steven Knight, die Regie von Lasse Hallström, Produzenten sind Oprah Winfrey und Steven Spielberg

Um 17.30 essen diejenigen zusammen, die gerne Freundschaften aufbauen und pflegen wollen. Wer bei der Vorbereitung des Essens helfen will, kann gerne ab 15.45 Uhr mithelfen.

Wir freuen uns auf einen gemütlichen und bereichernden Filmabend! Für alle, die nicht kommen können, können sich diesen interessanten Film auch zu Hause anschauen. Marcel kann sagen, wie man ihn findet.

Ab 21.00 Uhr können wir – auch über zoom – den Film besprechen. Wir freuen uns über jeden, der kommen kann und Freude am gemeinsamen Besprechen hat. Sie können sehr gerne diese Einladung an andere Interessierte weitergeben. Kosten 20. SFr

Weitere Daten für Filmabende: Immer am letzten Samstag des Monats (ausser Juli und Dezember) – zum Eintragen in die Agenda 29. August, 26. September, 31. Oktober, 28. November und 19. Dezember

Handlung:

Der Film «Madame Mallory und der Duft des Curry» (Original «The Hundred-Foot Journey») basiert auf dem gleichnamigen Roman aus dem Jahr 2010 von Richard C. Morais.

Im Film wird an vielen Beispielen deutlich, wie sich sogar eine Antipathie und ein ausgefeilter und lang andauernder Konkurrenzkampf nach und nach zu einer Freundschaft und sogar zu einer Liebe wandeln kann.

Wie ist das möglich, fragt man sich in Zeiten, wo allerorten darauf hingewiesen wird, dass man sich von sogenannt narzisstischen und toxischen Menschen trennen müsste und sein Glück in der Selbstbeglückung finden sollte? Grundlage ist das Wissen darüber, dass der Mensch seine Gefühle, sein Denken und Handeln in den ersten Jahren in den sozialen Erfahrungen mit seinen Bezugspersonen entwickelt. Er ist sich dann sicher, wie er andere Menschen und die Welt wahrnimmt und wie er sie zu beurteilen hat. Auch glaubt er, seine spontanen Vorurteile seien real. Im Gegensatz dazu kann der Mensch seine Fehlwahrnehmung und seine irrtümlichen Haltungen sogar dann ändern, wenn er aggressiv belästigt wird. Es braucht dazu einen Anlass, seine Vorurteile zu überprüfen und sich an den zunächst feindseligen Menschen anzunähern und seine Motive zu verstehen. Der Regisseur Lasse Hallström zeigt ganz feinsinnig im Film, dass gute Beziehungen wichtiger sind als Karriere, Geld und Ruhm, genauso wie in der 75 Jahre dauernden Longitudinalstudie aus Boston untersucht worden ist (Link).

Dass solche tragenden Freundschaften und sogar Liebesverhältnisse auch unter extremen Bedingungen entstehen können, zeigt der Film symbolisch: Eine indisch muslimische Familie Kadam (indisch: Beginn des Lebens) verliert die sehr gut kochende Mutter im Feuer bei Massakern hinduistischer Nationalisten in Mumbai ihr Leben. Die Familie flieht nach Frankreich. Bei einer Autopanne erfahren sie grosse Hilfsbereitschaft der aufstrebenden Spitzenköchin Marguerite. Gleichzeitig begibt sich der Vater mit seinem neu eröffneten indischen Restaurant ausgerechnet in Konkurrenz mit einem französischen Spitzenrestaurant, deren Leiterin Madame Mallory (Die Unglückliche), alles daran setzt, die Inder zu vertreiben.

Das indische Restaurant wird auch in Frankreich Opfer eines Brandanschlages. Der gegenseitige Kampf der beiden Restaurantbesitzer wandelt sich zu einer zunehmenden Freundschaft dadurch, dass sie Gemeinsamkeiten – hier im Engagement für einen kulinarischen Feingeschmack, am gemeinsamen Vorankommen, an der Exaktheit und im Entdecken von Genüssen – insbesondere aber daran, dass sie sich beide an der Beziehung und füreinander da zu sein in einem sanften Miteinander bei beiden in den Vordergrund rückt. Die Turbulenzen und Missverständnisse entfachen eine Geschichte über Akzeptanz, Liebe und eine Verbindung von Kulturen durch die universelle Sprache der Freude an der Beziehung. Der älteste Sohn Hassan der indischen Familie verfeinert nicht nur seine kulinarischen Fähigkeiten durch die Geheimnisse der französischen Küche über eine zunehmende Freundschaft und Liebe zu Marguerite, der aufstrebenden Köchin im französischen Restaurant, sondern entdeckt die Zutaten zu einem erfüllten Leben.

Madame Mallory und der Duft von Curry
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