Samstag, 28. März 2026

„Man lernt nie aus.“

Verein für Soziale Bildung

Liebe Filmliebhaber
Wir laden Sie und Euch ein, am Samstag, 28. März 2026 um 19.00 Uhr die 121 Minuten lange US-Filmkomödie “Man lernt nie aus.» Original: „The Intern“ mit Robert de Niro aus dem Jahr 2015 in Dübendorf, Im Schossacher 17, 3. Stock, privat anzuschauen und danach gemeinsam zu besprechen.
Das Drehbuch und die Regie stammen von Nancy Meyers

Weitere Daten für einen Filmabend: Immer am letzten Samstag des Monats (ausser Juli und Dezember) – zum Eintragen in die Agenda

25. April
30. Mai
27. Juni
29. August
26. September
31. Oktober
28. November
19. Dezember

Um 17.15 essen diejenigen zusammen, die gerne Freundschaften aufbauen und pflegen wollen. Wer bei der Vorbereitung des Essens helfen will, kann gerne ab 15.45 Uhr mithelfen. Wir freuen uns auf einen gemütlichen und bereichernden Filmabend!
Für alle, die nicht kommen können, können sich diesen interessanten Film auch zu Hause anschauen. Melden Sie sich gerne.
Ab 21.15 Uhr können wir – auch über zoom – den Film besprechen.
Wir freuen uns über jeden, der kommen kann und Freude am gemeinsamen Besprechen hat.
Sie können diese Seite sehr gerne an andere Interessierte verlinken.
Kosten 20. SFr

Handlung:

Der 70-jährige Ben Whittaker (Robert De Niro) bemüht sich intensiv darum – ohne seine verstorbene geliebte und vertraute Lebensgefährtin -, seinen Ruhestand mit den üblichen Altersaktivitäten auszufüllen und dabei beglückt zu werden: Reisen, Joggen, Joga, Sprachenlernen, an Beerdigungen teilnehmen, Enkel hüten, denen er zu viel ist, usw. Das gelingt ihm nicht und er fühlt sich leer ohne seine Frau, die das Leben trotz schwerem Leben leicht genommen hat. Er erfreut sich nämlich daran, ein Mitspieler zu sein, dazuzugehören, gebraucht zu sein und das Leben so mitzugestalten, dass alle aufeinander bezogen leben können.
Er meldet sich als Senior-Praktikant für eine Resozialisierung bei einer erfolgreichen Mode-Website mit lauter jungen Menschen. Als alter Mann erscheint es so, dass er ein Hindernis bei der Firma und deren Gründerin und Chefin Jules Ostin (Anne Hathaway) darstellt. Anfangs als altbackener Mensch mit Anzug und Krawatte sowie Unkenntnis von Computerprogrammen belächelt, der nicht zu der neuen Welt passt, bringt er sich nach und nach feinsinnig und sehr konstruktiv in das Betriebsgeschehen ein.
Er ist erfasst schnell die Gefühlslage der Einzelnen, beobachtet genau und mit Sympathie, nähert sich behutsam an und hilft praktisch, ausgleichend und ohne moralische Beurteilung. Er ist sich nicht zu schade für irgendeine sogenannt untere Arbeit, sondern packt zu, wo er andere erfreuen kann, ohne sie ins Defizit zu bringen. Seine warmherzige und umsichtige Herangehensweise ermöglicht es allen, sich entwickeln zu können und sich mit ihren Schwachpunkte nicht gedemütigt zu fühlen.
So berät er einen jüngeren Mit-Praktikanten, wie er eine kleine Wohnung finden könnte, was nicht erfolgreich ist. Daraufhin lädt er ihn – ganz fürsorglich – als Mitbewohner zu sich ein.
Er legt einem Mitarbeiter unaufdringlich nahe, mit einer Freundin direkt zu sprechen anstatt ein sms zu schreiben, um dessen Fehltritt wieder einzurenken.
Er verhilft – zuvorkommend und achtsam – der überforderten Sekretärin dazu, sich helfen zu lassen, ohne sich entwertet zu fühlen.
Er begleitet die mutige Chefin der Firma, Jules, in allen Lebenslagen, stützt sie vorausschauend in ihren grossen Fähigkeiten, die Wünsche der Kunden entgegenzunehmen, und hält sie taktvoll davon ab, einen Geschäftsleiter einzustellen, indem er ihre Selbstsicherheit stärkt und ihre Selbstzweifel sachte ausräumt, insbesondere dadurch, dass er besonnen jede kritische Äusserung in ein aufbauendes Entgegenkommen umbaut. Sie fühlt sich von seiner warmherzigen und ausgeglichenen Art erfasst und bringt ihm immer mehr Vertrauen entgegen und bereichert sein Leben durch ihre zupackende Art und ihre Wertschätzung seines achtsamen Umgangs. Sie konnte so auch ihr Kindheitsgefühl überwinden, dass sie mit ihrer Art nur aneckt und nicht genügt.
Im Film zeigt sich, dass eine erfolgreiche Frau mit Familie nicht beweisen muss, dass sie gut genug ist und deshalb die immensen Anforderungen alleine bewältigen muss. Er steht ihr so ausdauernd und vorausschauend in kleinen Dingen zur Seite und ermöglicht ihr, dass sie sich entspannen kann und nicht überfordert sein muss angesichts dieser vertrauensvollen, unaufgeregten und umsichtigen Rückenstärkung. Die freundschaftliche gegenseitige Zuneigung entsteht nach und nach und macht das Leben für beide und für die ganze Firma immer frohgemuter.
Es zeigt sich wie so oft in unserer Kultur, dass sich Jules Mann als Hausmann und ehemals besser verdienend, der seine Arbeit aus Liebe zu ihr zugunsten von ihrer Selbständigkeit aufgegeben hat – ganz unbewusst – unwert fühlt und sein Kleinheitsgefühl mit einer anderen Frau zu überwinden versucht. Es gelingt ihnen jedoch, ihre Zugehörigkeit zueinander wieder aufleben zu lassen. Sie bringt zum Ausdruck, wie viel ihr eine innige Verbindung bedeutet und ihr Mann erkennt, dass ihn ein Schwächegefühl und vielleicht auch Eifersucht von seiner Frau weggetrieben hatte.
Im Film zeigt sich in allen Beziehungen, wie wir Menschen generell Freude am Leben entwickeln können, wenn wir füreinander empfinden können. Verständnis und freundschaftliche Gefühle kommen dann auf, wenn wir uns erfasst fühlen und gleichwertig füreinander wichtig sind. Das gilt für das Alter, den beruflichen Alltag genauso wie in Partnerschaften und in der Beziehung von Frau und Mann.

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